| Warum hat
die Kirche Priesteramt und Kultbauten?
Die Lehren von Jesus von Nazareth sind ganz
einfach. Sie sind nicht an Rituale oder Bedingungen geknüpft. Jesus lehrte die Menschen,
die zehn Gebote zu halten und nach seiner Bergpredigt zu leben. Ganz einfach.
Lukas 10, 25-27: Und siehe, ein
Gesetzesgelehrter stand auf und versuchte ihn und sprach: Lehrer, was muß ich getan
haben, um ewiges Leben zu erben? Er aber sprach zu ihm: Was steht in dem Gesetz
geschrieben? Wie liest du? Er aber antwortete und sprach: Du sollst den Herrn, deinen
Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen
Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst.
Jeder Mensch sollte das Reich Gottes in
sich erschließen. Es gab keinen Hinweis und auch keine Notwendigkeit auf Prunkbauten oder
Rituale.
Lukas 17, 21: noch wird man sagen:
Siehe hier! Oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.
Meinte Jesus, dass wir nicht auf die
Gebäude, die angeblichen Heiligenbilder und die Rituale schauen sollten, sondern in uns
selbst das Reich Gottes finden?
Matthäus 13, 31-32: Ein anderes
Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Senfkorn, das
ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; es ist zwar kleiner als alle [Arten von]
Samen, wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als die Kräuter und wird ein Baum,
so daß die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
Ist damit gemeint, dass das Reich Gottes in
jedem Menschen eingepflanzt ist und jeder Mensch die Möglichkeit hat, dieses Reich
wachsen zu lassen. Also in sich keimen zu lassen, indem wir nach den Lehren der 10 Gebote
und der Bergpredigt leben? Soll das Reich Gottes somit in uns und nicht in prunkvollen
Gemäuern wachsen?
Jesus wollte keinen Kult, keine Vereine mit
starren Regeln, Jesus setzte keine Pfarrer oder Priester ein. Jesus sprach auch nicht von
Ritualen oder Dogmen. Aus dem Abendmahl sollte keine Zeremonie und kein Sakrament gemacht
werden. Seine Nachfolger sollten bei allen Taten, Gedanken und Worten bei ihm sein und ihn
mit einbeziehen.
Die Herrscher und Mächtigen der damaligen
Zeit erkannten die Gefahren für sich, die in den Lehren von Jesus lauerten. Sie suchten
sich Möglichkeiten, die Menschen an sich zu binden und vermischten die Lehren Jesus mit
dem bis dahin gekannten Götzentum und verschafften sich somit durch Rituale und
Sakramente die erwünschte Machtposition.
Das Volk konnte in der Regel nicht lesen,
war Obrigkeitshörig und somit zum Opfer von Manipulation durch das Herrschertum geworden.
Das Ergebnis war die römisch-katholische Kirche, aus der sich später die evangelische
Kirche entwickelte. Die evangelische Kirche hat zwar viele Abstriche gemacht, um den Kult
für das gebildete Volk akzeptabel zu halten, ist nach den Erfahrungen aus der
Vergangenheit und Gegenwart, milde ausgedrückt, sehr weit von Jesus und Gott entfernt.
Diese Aussage hat Gültigkeit für die
Institutionen Kirche. Sicherlich gibt es in allen Religionen einzelne Menschen, die sich
an die Gebote und die Bergpredigt halten.
Die dann neu gegründete katholische Kirche
hat, um die Gläubigen an sich zu binden und Reichtum zu schaffen, mit der Angst der
Gläubigen gespielt. So wurde sie als Staatsreligion vorgeschrieben, um andersdenkende
auszuschalten. |