| SchuldenberatungSchulden.
Nichts ist mehr so, wie es einmal war.
Dieses Angebot ist keine Schuldnerberatung.
Das dürfen in Deutschland nur öffentlich bestellte oder zugelassene Personen oder
Vereine.
Ich biete Schuldenberatung an, also
Lebensberatung durch Übernahme von Verantwortung und Unterstützung bei Behörden und
Gläubigern. Dabei kann ich auf eine lange Zeit der Hoffnung, der Angst, der Entbehrung,
der Niedergeschlagenheit, der Un-Person usw. zurückblicken. Dabei lernte ich, dass alles
nach einem festen Plan abläuft. Die Gesetzestexte sind vielseitig und bieten mittlerweile
genug Spielraum für alle Verschuldete. Wer die Gesetzeslage kennt, kann sich lange Zeit
vor der Eidesstattlichen Versicherung drücken. Das ist aber keine Lösung.
Wer Schulden hat, sollte zunächst die
Verantwortung für sich übernehmen und bereit sein, an der Veränderung dieses Zustandes
zu arbeiten. Das Motto: "Hier sind meine Unterlagen, mach mal für mich" ist
keine Grundlage für eine Beratung.
Egal wie die Schulden entstanden sind, es
gibt immer Lösungen. Und: Nicht die anderen haben Schuld. Wir hatten immer die
Möglichkeit, NEIN zu sagen.
Hier ein kleiner Ausschnitt aus meiner
Schuldenfalle:
Es fing alles ganz harmlos Anfang der 80er
Jahre an.
Ich war verheiratet, hatte ein kleines Kind
und war Alleinverdiener. Das Geld reichte nicht bis zum Ende des Monats. Nach vielen
Überlegungen suchte ich einen Nebenjob. Da sich nichts passendes neben den normalen
Arbeitszeiten bot, machte ich mich nebenberuflich Selbstständig. Später beteiligte ich
mich an einer GmbH. Die Geschäfte liefen gut. Es konnten sogar Gewinne ausgeschüttet
werden.
Eines Tages, es klingt wie ein schlechter
Scherz, war mein Partner nicht mehr auffindbar. Die Konten zeigten ein erhebliches Minus.
Ich war in der Haftung.
Mir war schon seit längerer Zeit klar,
dass mein Partner ein "Schlitzohr" ist, habe die Zeichen jedoch verdrängt.
Mit unerschütterlichem Optimismus bot ich
der Bank eine Ratenzahlung an und stürzte mich in das nächste Abenteuer. Mein neuer
Geschäftspartner und damaliger Freund erwies sich als Lebemann, indem er von den
täglichen Einnahmen der Tageskasse seinen Lebensunterhalt bestritt. Auch hier habe ich zu
lange zugesehen. Der Schuldenberg wurde immer größer.
Ab 1996 kamen die Jahre, in denen die
Löcher gestopft wurden. Ratenvereinbarungen, Zeiten ohne Essen im Kühlschrank. Es gab
noch keine Verbraucherinsolvenz. Die Pfändungsfreigrenze lag in der Höhe des
Sozialhilfesatzes, also bei ca. 600 DM. Sobald ein Gläubiger die Anschrift des
Arbeitgebers hatte, war der soziale Abstieg vorprogrammiert. Ich lernte, mit der
Gestzeslage umzugehen. Es folgt alles einem vorbestimmten Muster. Ich versuchte, als
Selbstständiger viel Geld zu verdienen, um nicht bis in das Rentenalter zu zahlen. Es bot
sich Ende der 90er eine neue Möglichkeit, Geld zu verdienen. Mit einem Partner gründete
ich eine KG. Wir arbeiteten Tag und Nacht. Nach ca. einem Jahr hatten wir fünf
Mitarbeiter eingestellt. Die Ernte konnte langsam beginnen. Dann der nächste
"Schicksalsschlag". Wir arbeiteten als Subunternehmer. Unser
Hauptvertragspartner meldete Insolvenz an. Das letzte Geld wurde an die Mitarbeiter
ausgezahlt, reichte jedoch nicht, um diese zu befriedigen.
Nach kurzer Zeit der Arbeitslosigkeit im
Jahr 2001 (es gab kein Arbeitslosengeld für Selbstständige) bekam ich Ende des Jahres
einen Arbeitsvertrag. Ich konnte zunächst aufatmen. Schließlich trat im Jahr 2000 das
Verbraucherinsolvenzgesetz in Kraft. Das hatte nur zu Beginn einen Haken. Die
Gerichtskosten in Höhe von ca. 3000 mussten eingezahlt werden, um das Verfahren zu
eröffnen. Nach kurzer Zeit gab es eine Änderung der Gesetzeslage. Die Kosten konnten
gestundet werden.
Ich ergriff die Möglichkeiten und reichte
mein Verbraucherinsolvenzverfahren ein.
Mit Abschluss des Verfahrens und der
Wohlverhaltensphase wurde mir im Jahr 2007 Restschuldbefreiung anerkannt. Bis dahin wurde
alles pfändbare aus meinem Einkommen einbehalten. Das positive ist, dass die
Pfändungsfreigrenzen wesentlich höher als der Sozialhilfesatz lagen und nach zunächst
sieben, jetzt sechs, in Ausnahmefällen fünf Jahren Restschuldbefreiung, also
Schuldenfreiheit bestätigt wird. Es waren harte Jahre, denn es ist sehr schwer ein
Girokonto mit geringen Gebühren zu erhalten. Es gibt keine Kredite, keine Ratenzahlungen
bei Versandhäusern, keine Handyverträge. Wer Überschuldet ist, wird oft als Mensch
zweiter Klasse behandelt.
Diese Zeiten lassen sich allein nur schwer
überstehen. Allein der Papierkram ist gewaltig. Die Schuldnerberatungen leisten hier gute
Dienste. Leider sind die Termine teilweise bis zu einem Jahr voraus ausgebucht.
Durch meine Erfahrungen und Ausbildungen
biete ich die Begleitung durch Unterstützung aus der Schuldenfalle an. Für alle, die aus
der Schuldenfalle aussteigen möchten, jedoch nicht bereit sind, dafür an sich zu
arbeiten, bin ich nicht der richtige Ansprechpartner.
Anfragen und Beratungen können unter
05734/669879 oder email info@seelenlichter.eu
gestellt werden. |